Ungläubig schauten viele daheim gebliebenen Fans am vergangenen Sonntag auf die Ergebnisentwicklung, die über Facebook getickert wurde. Nach einer 2:0 Führung kam unser Team mit leeren Händen aus Nordhausen zurück. Am meisten darüber geärgert, hat sich die Mannschaft und das Trainerteam selbst. Aber dieses Ergebnis zeigt auch, dass „… wir gegen Spitzenmannschaften in unserer Liga gut stehen und auch bestehen können. Uns fehlt noch der letzte Tick gegen diese Teams. Das ist ein Lernprozess, den wir angehen müssen.“ so Trainer Thomas Hentschel am heutigen Mittwoch zu Budissa Online. Die Mannschaft müsse aus den gemachten Fehlern lernen und begreifen, „… dass sie gegen diese Spitzenteams nicht chancenlos ist. Und letztlich kommt es auch auf die Konzentration an und das hängt dann mit der fußballerischen Klasse zusammen.“ Auch kann der Coach kein Fitnessdefizit erkennen, „… sonst wären wir schon längst eingebrochen.“ Das zeigt auch das Spiel gegen Chemnitz, als die Mannschaft das 0:0 bis zur 75. Minuten halten konnte.
Mit dem Berliner AK 07 steht nun am Freitag eine eben solche Spitzenmannschaft auf dem Rasen der Bautzener Müllerwiese und der Trainer warnt umgehend: „Der Berliner AK ist eine der konterstärksten Mannschaften der Liga. Sie schalten sehr schnell um und sind dazu auf allen Positionen sehr stark besetzt. Nicht umsonst stehen Sie in der Rückrundentabelle auf Platz 4, knapp hinter dem Zweiten und Dritten. Unsere vordringlichste Aufgabe wird es sein, vor allem defensiv gut zu stehen.“ Das Spiel gegen den Berliner AK findet am Freitag statt, Anstoß ist um 19 Uhr. Was für die Zuschauer ein Highlight sein wird, sieht der Coach in einem ganz anderen Licht: „Unsere Spieler sind keine Profis. Sie gehen arbeiten und müssen dann am Abend nach der Arbeit dieses schwere Spiel gegen Profis bestehen.“ Dennoch sieht Thomas Hentschel Budissa bei Weitem nicht chancenlos und will mit seinen Spielern nun endlich auch mal den Lohn für alle Mühen einfahren und vor allem festhalten. „Dass wir nicht so weit weg sind von den Großen der Liga, haben wir in Nordhausen gesehen. Wir wollen es wieder versuchen, einem Spitzenteam ein Bein zu stellen“
In der Aufstellung wird Martin Kotyza fehlen, der in Nordhausen seine 5. Gelbe Karte bekam. Roy Blankenburg steht ebenfalls nicht zur Verfügung, er laboriert noch immer an seiner Sprunggelenksverletzung. Fragezeichen stehen hinter Tommy Klotke, Maik Salewski und Chris Reher. Jedoch glaubt Thomas Hentschel daran, dass die drei zuletzt Genannten bis zum Freitag wieder fit sind.
Freuen wir uns auf ein großes Spiel unter Flutlicht, mit einem siegreichen Ausgang für unsere Männer. Mit der Unterstützung von den Rängen sollte so einiges möglich sein.