Dass es gegen den Bischofswerdaer FV 08 kein Hurraspiel mit neun erzielten Toren wie gegen Görlitz werden würde, war wohl allen vor der Partie klar. Der Oberligist steht auf einem guten dritten Platz und hat Platz zwei im Visier.
Budissa begann fahrig und unkonzentriert. Vielleicht lag es auch an dem Spielsystem. Trainer Thomas Hentschel probierte gegen Bischofswerda einiges aus und stellte seine Elf sehr offensiv auf und ein. Im ersten Durchgang hatten die Gäste aus Bautzen so ihre Probleme, sowohl nach vorn als auch im Rückwärtsgang. So war es kein Wunder, dass es bereits nach 12 Minuten im Kasten von Jakub Jakubov einschlug. Budissa bemühte sich redlich und versuchte,dem Gastgeber sein Spiel aufzudrängen. Doch erst in der 25. Spielminute war dann ein Erfolg zu verzeichnen. Chris Reher staubte ab und erzielte den 1:1 Ausgleich. Der Jubel war noch nicht ganz verklungen, da segelte ein abgefälschter Freistoß von Philipp Heineccius ins Netz der Gastgeber. Doch statt nun weiter nach vorn zu spielen und die Führung zu sichern, fing man sich in der 32. Minute den 2:2 Ausgleich ein.
In der Pause wechselte Thomas Hentschel ordentlich aus und ein. Paul-Max Walther kam und sollte sofort erfolgreich sein. Seine Tore zum 2:3 und 2:4 fielen in der 46. und 47. Minute. Doch wieder mangelte es an der Aufmerksamkeit. Bereits in der 48. Minute fiel der 3:4 Anschlusstreffer. Budissa machte nun mehr für das Spiel und drückte auf einen weiteren Treffer. Paul-Max Walther brachte immer wieder den Torhüter in Bedrängnis. Im Mittelfeld wurde jetzt ordentlich kombiniert und der Ball immer wieder vor das gegnerische Tor gebracht. Doch ein weiterer Treffer wollte nicht fallen. Als alle schon mit dem 3:4 Endergebnis rechneten, rächte sich die unkonzentrierte und schlampige Abwehrarbeit, die Bischofswerdaer nutzten diese Unkonzentriertheit der Bautzner und ließen Marek Große im Tor keine Abwehrchance.
Auch wenn Budissa das Spiel hätte gewinnen können, vielleicht sogar müssen, war es doch ein gerechtes Unentschieden. Im zweiten Durchgang machte die auf dem Platz stehende Budissa ordentlich Druck und stellte den Gegner vor Probleme.
Erwähnenswert ist noch, dass mit Philipp Heineccius ein Spieler nach langer Verletzungspause langsam in Fahrt kommt, der in der Offensive für echte Euphorie sorgt. Er machte ein starkes Spiel.
Am nächsten Samstag geht es in Delitzsch gegen den 1. FC Lok Leipzig.