Ein ehemaliger Bundesligist ist der nächste Gegner unserer Regionalligaherren. Zu Beginn der 90er Jahre noch ein Leuchtturm in der ostdeutschen Fußballlandschaft, kicken die Cottbuser nun mit Budissa Bautzen in der Regionalliga, der 4. Liga. Und auch wenn Budissa Bautzen nichts direkt mit dem Gegner verbindet, so finden sich dennoch einige gemeinsame Verknüpfungen. Martin Hoßmang hat bei Energie gekickt und auch sein Vater Thomas, schnürte seine Töppen für den Bundesligaverein. Thomas Hoßmang stand auch in Diensten von Budissa Bautzen, jedoch nicht als Spieler, er leitete zu Oberligazeiten die Geschicke der 1. Mannschaft und war auch recht erfolgreich in seiner Arbeit. Sowohl Martin als auch seinen Vater und auch seine Onkel Stefan, auch als Co-Trainer bei Budissa bekannt, werden wir am Sonntag auf der Tribüne als Zuschauer sehen können. Martin hat nach seinem Gelb-Roten Karton vom letzten Spiel eine kurze Zwangspause verordnet bekommen. Und noch ein Spieler wird mit vielen Erinnerungen nach Cottbus fahren. Auch Franz Hausdorf hat einige Jahre im Energietrikot gekickt, bevor er zu Budissa an die Spree wechselte.
Cottbus wird für uns ein harter Brocken werden. Unser Gegner ist durchwachsen in die Saison gestartet, sollten sie doch den Anspruch haben, den Wiederaufstieg zu schaffen. Doch vom Platz an der Sonne trenne sie immerhin schon 9 Punkte. Mit solche Gedankenspielen befassen wir uns nicht, für uns zählt und zählte von Beginn an der Klassenerhalt. Aber auch dafür braucht man Punkte, die uns zuletzt nicht so zuflossen, wie man sich das wünschen würde. Auf den Hinweis, dass wir ein schweres Spiel am Sonntag vor der Brust haben, entgegnet Coach Reimund Linkert trocken: „Welches Spiel ist für uns einfach, wir haben nur schwere Spiele zu bestreiten.“ Das ist richtig. Aber das wir nicht chancenlos in diesen schweren Spielen sind, stimmt wohl auch. Soll heißen, dass wir unsere hart erkämpften Chancen auch nutzen und in Tore ummünzen müssen. Wir sollten uns endlich auch belohnen für die Mühen, die wir an den Tag legen.
Aber vielleicht kann uns ja jetzt unser Volltreffer dabei helfen. Gestern hat Toni Barnickel sein Volltreffertrikot erhalten. Wünschen wir ihm viele weitere Tore im Budissatrikot. Am besten gleich am Sonntag in Cottbus, dann wären wir sicher gleich eine große Last los und hätten uns wieder etwas Luft verschafft. Coach Reimund Linkert hat bis auf Maik Salewski und Martin Hoßmang alle Spieler an Bord. Ob Jiri Sisler spielen kann, entscheidet sich noch, gestern hatte er mit der Mannschaft voll mittrainiert.
Da wir zum ersten Mal im Cottbuser Stadion der Freundschaft spielen, werden sich sicher einige Fans einfinden. Die werden von der Mannschaft auch gebraucht, denn mit dem 12. Mann im Rücken und lautstarkem Push spielt es sich leichter und besser.
Also Männer auf geht’s!
Foto: Szene aus dem letzten Oberligapunktspiel. Gegen Cottbus II machten unsere Männer den Regionalligaufstieg perfekt!