Nach den zuletzt nicht zufriedenstellenden Ergebnissen im Ligabetrieb, steht am Sonntag das Achtelfinale im Sachsenpokal auf dem Programm. Der Landesklassevertreter SV Rot-Weiß Bad Muskau konnte mit einem 2:0 Sieg aus dem Wettbewerb geworfen werden. Der Gegner hat sich teuer verkauft, am Ende war es ein schwer erkämpfter Sieg. Erst in der 86. und 89. Minute fielen die beiden Siegtreffer durch Martin Hoßmang und Josef Nemec und Budissa zog in die nächste Runde.
In der wartet jetzt der Landesligist Kickers 94 Markkleeberg. Die Kickers aus dem Leipziger Randgebiet haben eine bewegte Geschichte hinter sich. In der DDR spielten sie, wie auch die BSG Motor Bautzen, zeitweise in der DDR-Liga, die zweithöchste Spielklasse damals. Nach der Wende folgte bald die Insolvenz und die Kickers wurden gegründet. Man kämpfte sich langsam nach oben und spielt nun schon seit vielen Jahren konstant in der Landesliga. Von dort stammen auch die Bekanntschaften zwischen den Kickers und den Budissen. Einige Begegnungen zwischen beiden Vereinen gab es da zu unseren Landesligazeiten.
Und auch wenn die Kickers noch immer in der Landesliga spielen, die Budissen aber seither um zwei Stufen nach oben gestiegen sind, wird das kein Spiel, welches diesen Klassenunterschied sichtbar werden lässt. Soviel ist sicher. Das gerade den vermeintlichen Favoriten unterlegene Teams das Leben schwer machen können, haben wir im letzten Jahr schmerzlich erfahren müssen, als uns Bad Muskau aus dem Pokal warf. Diese Scharte ist nunmehr ausgewetzt, doch müssen wir Obacht geben, nicht noch einmal ins offene Messer zu laufen. Momentan belegen unsere Gegner den sechsten Platz der Landesligatabelle, was nicht so schlecht bei dem Starterfeld ist. Unser Trainer wird also die Augen genau auf den Gegner richten müssen, um die wichtigen Positionen dort auszumachen. Wir haben bereits einen solchen gefunden. In dieser Saison hat ein Spieler bei den Kickers immer getroffen, wenn sie Tore gemacht haben. Tobias Haufe ist offenbar der gefährlichste und zielsicherste der Kickers, der bisher immer getroffen hat, wenn Tore erzielt wurden. Diesen Mann gilt es genau im Auge zu haben und auszuschalten, damit er sein erstes Spiel bekommt, in dem er keinen zählbaren Erfolg für seine Farben verbuchen kann und sich mit seiner Mannschaft in Zukunft voll auf den Ligabetrieb konzentrieren kann.
Und da Budissa im Pokal die nächste Runde, das Viertelfinale buchen will, wird Coach Reimund Linkert seine besten Spieler aufs Grün des Camillo-Ugi-Sportparks in Markkleeberg schicken. Und wenn dann noch unsere Fans mitreisen und die Mannschaft ordentlich nach vorn peitschen, sollte dem Einzug ins Viertelfinale des Sachsenpokals kaum noch etwas im Wege stehen.