Am 12. Spieltag geht es in die Messestadt Leipzig zum Traditionsverein Lok. Dieses Spiel ist etwas Besonders, nicht nur weil es gegen Lok geht, sondern auch, wegen der Tabellensituation, in der sich Budissa Bautzen derzeit befindet. Unser Coach Reimund Linkert hat einige Zeit bei Lok gespielt und kennt den Rasen und das Gefühl im Bruno-Plache-Stadion zu spielen gut. Deswegen ist es für ihn etwas „Besonderes dort zu spielen“. Die Tabellensituation der Budissen ist jedoch für ihn wichtiger und das merkt man ihm im Gespräch auch an. Die Situation beim Blick auf die Tabelle ist ihm schon klar und unangenehm obendrein. Ihn ärgert sehr, dass nicht wenige Spiele nur knapp verloren wurden, obwohl da wenigstens ein Punkt drin gewesen wäre: „Ich verlange von meiner Mannschaft, dass wir endlich mal ein Tor mehr machen, als der Gegner.“ Wie das gegen Lok klappen kann, hat er auch im Blick: “Auerbach hat gezeigt, wie es gehen kann.“ sagt der Trainer. Sicher hat Auerbach gegen Lok eine beeindruckende Partie gezeigt, doch sollte man nicht vergessen, dass Auerbach im eigenen engen Stadion gespielt hat. Lok auf heimischen Rasen ist eine andere Sache. Reimund Linkert baut auf die Grundtugenden und verlangt von seinen Spielern, dass sie sich voll reinhängen. Das wollen und verlangen mittlerweile viele der Fans und Zuschauer auch, damit sich die Situation nicht noch weiter zum Schlechten hin dreht. Und damit alle Spieler, aber auch wirklich alle, den Ernst der Lage begreifen, wurde diese Woche nicht nur trainiert, sondern auch viel gesprochen. Der Mannschaftsrat hat mit dem Trainerteam zusammen gesessen und nachher wurde in der gesamten Mannschaft die derzeitige Lage analysiert. Dabei ist hoffentlich auch dem letzten Spieler der Ernst der Lage klar geworden. Jetzt reicht es nicht mehr, nur raus zu gehen und Spaß am Spiel zu haben, jetzt muss sich jeder den sprichwörtlichen Arsch aufreißen, Gras fressen und das Unmögliche möglich machen. Wir brauchen keine Egos, gerade jetzt zählt nur die Mannschaft! Wir werden sehen was die Gespräche gebracht haben. Denn über etwas sprechen ist das Eine, es zu tun das Andere. Reimund Linkert erwartet in Leipzig ein enges Spiel, was das Ergebnis angeht. „Dabei soll die Waage endlich auch mal in unsere Richtung ausschlagen. Wir müssen einen Erfolg auch mal erzwingen können.“ so der Trainer.
Was den Kader betrifft, so gibt es wenig Gutes zu berichten. Franz Hausdorf verletzte sich im Training und holt sich jetzt eine zweite ärztliche Meinung ein. Die erste lautete auf Absplitterung am Knöchel. Das klingt nun wahrlich nicht gut. Die Auswechslung von Jiri Sisler im letzten Spiel hat auch ernstere Ursachen. Seine Diagnose lautet Adduktorenabriss. Norman Kloß quält sich mit Magen-Darm-Problemen herum und auch Patrick Baudis ist noch nicht einsatzfähig. Kurz vor Abpfiff im letzten Spiel zog sich Pavel Patka einen Nasenbeinbruch zu. Er wartet nun auf seine Maske und wird mit Maskenschutz gegen Lok spielen können.
Viel, sehr viel wird auf die Fans ankommen. Um auch bis zum Abpfiff das letzte Quäntchen Kraft und Wille aus den Spielern heraus zu kitzeln, setzt die Mannschaft und das Trainerteam sehr und vor allem viel auf die mitreisenden Fans. Gerade jetzt kommt es auf die Fans an, die immer hinter der Mannschaft gestanden haben und auch weiter stehen werden. Denn eins ist sicher, im Erfolgsfall werden wir gemeinsam feiern.