Bis zur 75. Minute war das heutige Viertelfinalspiel im Fußball-Landespokal eine einseitige Angelegenheit. Der Chemnitzer FC bestimmte bis zu diesem Zeitpunkt über weite Strecken die Partie. In Halbzeit eins nutzen die Himmelblauen dabei auch noch Fehler der Budissa-Hintermannschaft gnadenlos aus um durch Grote in der 15. Minute und Frahn in der 44. Minute mit 2:0 in Führung zu gehen. Nur einmal kamen die Budissen in der ersten Spielhälfte gefährlich vor das Tor der Gäste, der Schuss von Franz Pfanne aus 35 Meter auf das leere Chemnitzer Gehäuse ging aber knapp vorbei.
Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte spielten die Chemnitzer aus einer sicheren Abwehr heraus und ließen den Budissen keine nennenswerten Möglichkeiten den Spielstand zu ändern. Und jetzt beginnt der Teil, über den sich all die Fans und Zuschauer ärgern werden, die bereits in der Halbzeotpause das Stadion in der Annahme verlassen haben, Budissa geht gegen den Drittligisten eh unter. In der 78. Minute nämlich schlug dann aber plötzlich der auf Seiten der Budissen eingewechselte Daniel Hänsch zu. Nach einer Flanke von Martin Hoßmang steigt er im Strafraum am höchsten und verkürzt für die Spreestädter. Die witterten nun Morgenluft und kamen auch kurze Zeit später zum Ausgleich. Martin Kolan zog aus 25 Metern ab, sein Schuss wird abgefälscht und landet zum viel umjubelten Ausgleich im linken unteren Eck des Chemnitzer Tores.
Da dieses 2:2 auch beim Abpfiff von Schiedsrichter Wirth bestand hatte, ging es in die Verlängerung, in der nun plötzlich Budissa die dominierende Mannschaft war. In der 95. Minute kann Kunz einen Schuss von Paul Milde noch zur Ecke klären. Nur drei Minuten später muss der Chemnitzer Torhüter den Ball aber ein drittes Mal aus dem Netz holen. Josef Nemec steigt nach einer Flanke zum Kopfball hoch und bringt Budissa mit 3:2 in Führung. Wer weiß was passiert wäre, wenn Max Herrmann kurz darauf nach einer Eingabe nicht knapp am Ball vorbei rutsch, sondern diesen erneut im Tor untergebracht hätte.
In der 2. Hälfte der Verlängerung drückte dann wieder der Chemnitzer FC und erzielte durch Fink in der 112. Minute das 3:3. Auch sein Schuss von der Strafraumgrenze wird abgefälscht und landet somit unhaltbar für Marek Große im Tor der Bautzner. Bis zum Ende der Verlängerung konnte Budissa den Angriffen der Chemnitzer stand halten und zwang den Drittligisten ins Elfmeterschießen. Leider gingen gleich die ersten zwei Elfmeter für die Gastgeber durch Paul Milde und Daniel Hänsch nicht ins Tor, so dass Frahn und Türpitz eine kleine Führung für den CFC heraus schießen konnten. Die folgenden Schützen trafen dann auf beiden Seiten, so dass der Chemnitzer Conrad mit seinem verwandelten Elfmeter zum 5:7 seine Mannschaft ins Halbfinale des Fußball-Landespokales schoss.